MANUFAKTUR

Die Welthauptstadt der Schuhmacherkunst

Die Heinrich Dinkelacker Manufaktur lebt in erster Linie durch die handwerkliche Expertise unserer Schuhmachermeister und Schuhmacher. Von der Pike auf hat ein jeder sein Handwerk gelernt und beherrscht diese Disziplin in vollendeter Perfektion.

Ohne Fließband und Effizienzzwang wird jedes Schuhpaar einzeln in der Budapester Manufaktur mit Sorgfalt, Präzision und Hingabe zum Leben erweckt. Je nach Modell durchläuft ein Dinkelacker Schuh bis zu seiner Auslieferung rund 300 Arbeitsschritte – ein handwerklicher Luxus, den sich in Zeiten von Billigproduktionen in Fernost heute kaum eine andere Schuhmarke leistet.

Zuschnitt des Oberleders

Nur die besten Leder renommierter Gerbereien rund um den Globus genügen unserem exklusiven Qualitätsanspruch, zu denen französisches Boxcalf von du Puy, edles Shell Cordovan von Horween und das altgrubengegerbte Sohlenleder von Joh. Rendenbach jr. zählen. Nach der sorgfältigen Prüfung der Oberleder schneidet der Schuhmacher zunächst die einzelnen Schaftteile mithilfe eines speziellen Zuschneidemessers aus dem Obermaterial heraus.

Zwicken des Schafts

Bei den klassischen Budapestern erfolgt in einem Zwischenschritt die Stanzung der formschönen Lyra-Lochverzierung entlang der Flügel- und Fersenkappe. Nach dem Dämpfen des Leders wird der Schaft im Anschluss von Hand über den Produktionsleisten gezogen, der Fachmann spricht hier vom »Zwicken«, und provisorisch an der Brandsohle befestigt. Danach werden am Schuh die Ferse und das Gelenk ausgezwickt.

Der Leisten

Während andere Hersteller ihren industriell gefertigten Schuhen lediglich 45 Minuten auf dem Leisten zugestehen, verbleiben unsere Modelle bis zu 15 Tage auf den Formgebern. Obgleich der Leisten am Ende gar nicht Bestandteil des finalen Schuhs ist, wissen Kenner doch um seine essentielle Bedeutung. Immerhin gilt der Leisten als Herzstück eines edlen Lederschuhs und verleiht der Dinkelacker Kollektion nicht zuletzt ihre lebenslange Passformtreue.


Das Einstechen der Naht

Nach alter Schuhmachertradition wird im Übrigen die Einstechnaht, welche den Schaft, den namensgebenden Rahmen und die Brandsohle miteinander verbindet, genauso von Hand gearbeitet wie nahezu alle anderen Arbeitsschritte. Für einen komfortablen Auftritt verwendet der Schuhmacher außerdem ein weiches Korkstück, das – je nach Bodenausführung – von der Zwischen- und Laufsohle eingeschlossen wird und sich später der persönlichen Fußphysiognomie des Trägers anpasst.

Für die besondere Optik der Budapester Modelle sorgt der handgenähte Zopfrahmen, bei dem zwischen jedem Stich noch zwei zusätzliche Lederbänder eingeflochten werden.

Ausputz & Finish

In bester Handarbeit folgt nun der Ausputz des Schuhs: Die Sohlenkante und der Absatz werden geglast, eingefärbt, gebrannt und poliert. Ein Sohlenstempel zeichnet den Schuh zudem als echten »Dinkelacker« aus. Im abschließenden Finish versiegelt eine erstklassige Wachscreme das gereinigte Oberleder, bevor der Meister den fertigen Schuh auf eine fachgerechte Verarbeitung prüft.

Qualitätskontrolle

Auf der Innenseite eines jeden Schuhs bürgt der Schuhmachermeister mit seiner Signatur und dem jeweiligen Prüfdatum für die Qualität der Dinkelacker Kollektion. Der Lohn jener detailverliebten Fertigung sind wahre Unikate der Schuhmacherkunst, die mit anmutiger Optik, hohem Tragekomfort, dauerhafter Passformtreue und außergewöhnlicher Langlebigkeit begeistern.